miércoles, 13 de diciembre de 2006

Kulinarisches

ESSEN
Mein Reiseführer sagt: "Die chilenische Küche
kennt weder grosse Verzierungen, noch Rafinessen, denn sie entstand, um die Menschen satt zu machen." Treffender kann man es nicht ausdruecken. Das typische Mittagessen besteht aus einem Stueck Rindfleisch Kartoffeln in irgendeiner Form und dazu einen "Salat" aus geriebenen Möhren und klein geschnittenem Kappes mit Zitronensaft. Dazu muss man sagen, dass Rindfleisch hier deutlich guenstiger ist als bei uns. Rind und Lamm sind die gängigen Fleischsorten, Schwein ist eher aussergewöhnlich. Sossen sind mir bisher kaum untergekommen. Salat (also meistens Kohl mit Möhren, seltener Blattsalat) wird mit Salz und Zitronensaft gewürzt oder (seltener) mit Öl und Essig begossen. Bumms, das wars. Auch ansonsten sind Sossen Mangelware. Dafür gibt es Mayonaise im Überfluss und zu jeder Gelegenheit: Aufs Brot, ans Fleisch, sogar auf die Wurst...brrrr! Mal vom Sossenmangel abgeshen unterscheidet sich die alltägliche Küche hier in der Gegend nicht so sehr von unserer. Die auffälligsten Besonderheiten möchte ich euch hier vorstellen...keine Garantie auf Vollständigkeit, schliesslich bin ich nichtmal einen Monat hier.

Des Chilenen Leib- und Magenspeise ist die Avocado.

Ohne Avocado beginnt kein Tag und endet auch keiner. Sie wird entweder in Scheiben geschnitten auf den Salat gelegt (z.B. auf Blattsalat mit Tomate) oder aber mit einer Gabel zermatscht, mit etwas Öl und Salz verrührt und dann aufs Brot geschmiert. Ein Kilo Avocados kostet auf der Strasse ca. 70 Cent.
Ach ja, die Preise: Obst und Gemüse sind unglaublich billig. Am besten kauft man das nicht im Supermarkt, sondern an Ständen auf der Strasse. Da haben wir gestern 1KG Bananen+1KG Pfirsische +1KG Avocados für zusammen unter 2 Euro weggeschleppt. Leider ist bis auf Obst, Brot und Teilchen alles andere ziemlich teuer, wie ich finde. Vor allem Milchprodukte sind teuerer als in Deutschland, da sie nicht subventioniert werden. Von anderen Dingen ganz zu schweigen: es ist keine Kunst für eine Dose Nivea-Creme 5 Euro loszuwerden. Ok, aber das ein andermal, das pass ja nicht zum Essen.

In ganz Südamerika verbreitet sind die Empanadas. Die gibt es entweder aus dem Ofen oder frittiert, wobei frittiert leckerer und aus dem Ofen gesünder ist.
Gefüllt sind die Empanadas hier mit allem möglichen: Käse, Käse+Schinken/champignons/Krabben/Oliven/Krebse/sonstwas oder Pino, das ist eine Art Hackfleisch mit Zwiebeln, gekochtem Ei, Oliven und manchmal auch Rosinen. Egal was drin ist, die Empanadas sind eigentlich immer seeeeehr lecker.

Fleisch wandert in Chile bevorzugt auf den Grill. Aber vergesst Marinaden und Gewürze, es wandert einfach so auf den Grill. Höchstens ein bisschen Salz kriegt es da ab. Ob das lecker ist, weil man das pure Fleisch schmeckt oder einfallslos, weil immer gleich und Marinade ein Fremdwort ist, darüber kann man streiten. Wenn hier gegrillt wird, dann gibt es meistens zuerst "Choripan" und dann ein riesiges Stück Rindfleisch, was am Stück gegrillt und dann in mundgerechte Häppchen geteilt wird, von denen man dann je nach Anzahl der Anwesenden 3-5 abbekommt. Choripan kommt von "Chorizo" und "Pan" (Brot)

Chorizo ist eine ziemlich rote Bratwurst, ich glaube die ist mit Paprika gewürzt. Sehr lecker. Alternativ gibt es "Salchipan" ("Salchicha" und "Pan"), das ist dann die weniger delikate Variante mit einer Art Wiener Würstchen. Ok, sie heissen hier Wiener, aber mit Knackwurst hat das nicht viel zu tun.

Das auf den ersten Blick fieseste Gericht ist die Chorillana. Vor allem vor Feten eine gute Unterlage und saulecker, auch wenn es auf dem Foto nicht so aussieht:

Chorillana kommt, glaube ich, aus Valparaiso und besteht aus einem Berg Pommes und obendrauf eine Mischung aus Wurststückchen, Fleisch, Zwiebeln und Ei, alles zusammen in der Pfanne gebraten. Ein Fest aus Fett und Salz, dass jeden Tropfen Alkohol sofort aufsaugt. Meistens bestellt man eine Chorillana mit mehreren Personen und alle essen dann an einem anderen Ende des gleichen Berges.

Das in den Strassen von Santiago am häufigsten anzutreffende Fastfood sind neben Empanadas die so genannten "Completos".

Das ist eine Art Hot-Dog, aber man muss das Würstchen lange suchen. Das versteckt sich nämlich ganz unten im Brot unter einer Schicht Sauerkraut, viiiiiiiel Mayonaise, Ketchup, Senf und Aji chileno, einer scharfen roten Sosse. Ja, richtig gelesen: Ketchup auf Mayo, Senf auf Ketchup und Aji auf Senf... und wem das nicht genug ist, der bestellt ein "Completo Italiano", dass sich durch eine zusätzliche Schicht Avocado-Matsch auszeichnet.
Ich will nicht den Eindruck erwecken die Chilenen ernähren sich nur von so einem Zeugs...das ist nur das, was am meisten auffällt. Ansonsten gibt es viele leckere Gerichte mit Mais, Tomatensalat und Kartoffeln. Ach ja und nicht zu vergessen der ganze Fisch und die Meeresfrüchte. Aber ausser an eine Krabbenempanada habe ich mich da noch nicht rangetraut.

Nachtische und Kuchen zeichnen sich durch extreme Süsse aus. Überhaupt geht in diesem Land nichts ohne viel Zucker. Das lustige an Kuchen ist, dass er auch Kuchen heisst. Da haben sich die deutschen Einwanderer verewigt. Ebenso gibt es kein eigenes Wort für Streuselkuchen, Apfelstrudel und Bienenstich. Mein Lieblingsnachtisch ist "Leche Asada" ("gegrillte Milch").

Keine Ahnung wie man das macht...irgendwie mit Milch und Zucker in der Pfanne...genial lecker. und dann wären da noch die aus Argentinien importierten "Alfajores", das sind grosse Kekse mit Karamellfüllung und Zuckerguss oder Schokolade. Ein Traum.
Alle diese leckeren Sachen sind natürlich nicht zum täglichen Verzehr bestimmt, sonst sieht mannachher aus wie ganz viele Leute hier...mit Röllchen. Keine Sorge Mama, ich gönn mir höchstens einmal in der Woche eins von den süssen Sachen, von den anderen seltener.
Ach ja...fast hätte ich die Essenz aller Süssigkeiten hier vergessen: Manjar.
Ich glaube das ist einfach Karamelcreme, aber das darf man nicht laut sagen, denn es ist natürlich was gaaaanz besonderes. Damit macht man Kuchen, es kommt aufs Brot oder man nascht es so.
Ebenso wir Manjar wird übrigens Marmelade auch sehr unpraktisch in Tüten verkauft:
TRINKEN
Getrunken wird in Chile alles was süss und ungesund ist. Damit meine ich nicht nur Coca-Cola, sondern weitaus schlimmere Sachen in den unglaublichsten Farben. Saft ist so eine Sache für sich. Ich habe tatsächlich einen Supermarkt gefunden, wo sie Saft ohne Zucker verkaufen. Nur Apfel und Brine und schweineteuer, aber immerhin. Ansonsten versteht man hier unter Saft sowas ähnliches wie Capri-Sonne und so weiter. Es gibt auch kleine Tüten Konzentrat zu kaufen, die man dann mit Wasser auffüllt. Auch wenn es "Natur-Saft" gibt, d.h. ohne Farbstoffe und Wasser ist dieser IMMER mit Zucker. Brrrrrrrrrrr. Zu Hause trinken wir deswegen nur Wasser und Tee und ab und zu ein Ginger-Ale oder richtigen Apfelsaft. Oder Bierchen :-) Bierchen können die hier ganz gut, das haben sie auch von den deutschen Einwanderern. Das beste Bier hier heisst dann auch "Kunstmann. Das gute Bier".
Auf der Strasse gibt es viele Stände, die verkaufen "Mote con Huesillo". Mote ist eine Art Getreide. Das wird irgendwie verkocht und dann kalt werden gelassen und dann kommen getrocknete Pfirsische rein , die "Huesillos". Unten im Glas hat man dann noch das Getreide, das ist lecker und macht satt: Das Nationalgetränk von Chile ist wohl der Pisco Sour. Pisco ist hm...ja was ist das denn bloss? Irgendwie eine Art Schnaps. Ich glaube das kommt eigentlich aus Peru, aber das darf man hier auch nicht laut sagen. Naja. Pisco kann man on the Rocks trinken ode rmit Cola mischen. Richig chilenisch ist allerdings der Pisco Sour. Das ist Pisco mit Limettensaft, Zucker und ich habe gehört , auch Eischnee, aber das weiss ich nciht so genau. Auf jeden Fall ist das lecker und frisch und hat es in sich. Prost.






1 comentario:

Anónimo dijo...

Huhu,
lieben Gruß aus dem verregneten Deutschland. Wir backen gerade leckere Plätzchen für die vorweihnachtliche Zeit. Werde Dir welche schicken....Dafür müssen die aber in der Küche aufhören zu mümmeln!
Lieben Gruß von uns allen (Jens, Tim, Dani und mir)