viernes, 15 de diciembre de 2006

Ehemalige Staatschefs

Kaum bin ich drei Wochen hier, da macht der alte Pinochet nicht mehr mit. Eine Woche vorher gab es Aufregung, weil er ins Krankenhaus musste, aber dann hiess es, der wird wieder. Im Fernsehen hiess es: "Der Zustand ist zufriedenstellend." Aha, meinten die meisten Leute, "zufriedenstellend" heisst, er macht es nicht mehr lange, denn genau darauf haben ja alle gewartet. Nein, nicht alle. Die meisten wollte ihn einfach nur loswerden. Aber die, die immer noch ihre Leute vermissen, wollten ihn vorher rechtskräftig verurteilt hinter Schloss und Riegel sehen. Komischerweise ist allerdings immer wenn ein Gerichtstermin anstand, das ein oder andere Zipperlein dazwischen gekommen. Seltsam.
Am Sonntag waren wir in Quilpue bei Sebas Eltern und habe mir gerade seelenruhig die Nägel lackiert, da ruft es aus dem Wohnzimmer "Pinochet ist tot" und alle rennen zum Fernseher und können sich ein breites Grinsen nicht verkneifen. Wir mussten an dem Abend noch nach Santiago zurück und waren ganz gespannt, was und da erwartet. Die unverbesserlichen Pinochet-Anhänger hatten sich zum Trauern vor dem Krankenhaus versammelt, die Gegner nahmen Kurs auf das Stadtzentrum. Pinochet hat immer noch Anhänger, die ihn verehren, weil er das Land angeblich vor dem Kommunismus gerettet hat. Die Anhänger sind die, die davon profitiert haben, sprich sie befinden sich grösstenteils unter den oberen 10000 sowie im Militär. Erschreckend ist, wie viele junge Leute unter den Pro-Demonstranten waren. Sehr interessant ist, dass sich hier im Fernsehen kein Kommentator traut "Ex-Diktator" zu sagen. Sie drücken sich alle sehr vorsichtig aus, z.B. "Ex-Staatschef und Chef der Streitkräfte" oder "General im Ruhestand". Da sieht man, wie sehr ihnen die Angst vor dem Pinochet-Netzwerk noch in den Knochen steckt.
Auf dem Weg zum Bushof kam uns ein erster Taxifahrer entgegen, der ganz schüchtern auf die Hupe drückte, so nach dem Motto "trau ich mich oder trau ich mich nicht?" In Santiago angekommen haben wir dann erstmal den Fernseher angeworfen um zu sehen, was zwei Strassen weiter los ist. Inzwischen gab es überall Hupkonzerte und feiernde Leute. Nachdem wir aus dem Fernsehen wussten, dass es im Stadtzentrum ungefährlich zugeht, sind wir rausgegangen um zu gucken. Aber in der Zwischenzeit hatten einige Idioten Krawall geschlagen. Es ging das Gerücht, die Pinochet-Anhänger hätten einige Schläger unter die Leute gemischt, um die Gegner als Chaoten hinzustellen. Keine Ahnung, auf jeden Fall kamen und auf halbem Weg ganz viele Leute entgegen, die meinten, wir sollen lieber nicht weitergehen und dann merkte man auch schon das Tränengas, das war Überzeugung genug. Dummerweise hatten wir das Fenster aufgelassen, so dass wir ein bisschen von dem Tränengas auch in der Bude hatten. Wie auch immer, das alles war auf jeden Fall sehr interessant.
Am Tag der Beerdigung gab es wieder eine Demo in der Innenstadt, da versammeltensich die Gegner von Pinochet um das Allende-Denkmal und machten Musik und hüpften und sangen: "Wer nicht hüpft ist Pinochet". Sie forderten auch, ihn noch posthum zu verurteilen, damit er wenigstens pro Forma nicht davonkommt. An einer Mauer bei uns um die Ecke steht jetzt geschrieben: "Pinochet, Willkommen in der Hölle. Gez. Hitler, Franco u.a." Der Enkel von Pinochet hat sich dann in seiner Grabrede doch etwas übernommen und gemeint sein Opa hätte Chile vor den Marxisten gerettet, die das Land mit Waffengewalt im Griff hatten. Diese etwas merkwürdige Auslegung der Geschichte hatte dann zur Folge, dass der liebe Enkel jetzt nicht mehr Mitglied der Armee ist. Geht doch.

Am Mittwoch hatte ich dann das Vergnügen, mit dem vorigen Präsidenten von Chile, Ricardo Lagos ins Kino zu gehen. Ok, das ist übertrieben. Es gibt einen Dokumentarfilm über Klimawandel von Al Gore, der heisst "An Unconvenient Truth". Und es gibt hier eine Art Forum oder Organisation, die heisst "Chile 21". In Chile 21 sind mehrere Gruppen organisiert, die sich um Chiles Zukunft kümmern und aktuelle Themen diskutieren, für Bildung, Fortschritt, Umweltschutz usw. sorgen wollen. Sebastián ist in einer dieser Gruppen aktiv. Eine andere Gruppe von Chile 21, die sich hauptsächlich mit Umweltschutz befasst, hatte zur Premiere dieses Films eingeladen, mit anschliessendem Empfang und Unterzeichnung einer Selbstverpflichtung zum Klimaschutz. Alle Leute, die in Chile 21 organisiert sind, waren eingeladen und ich durfte auch mit und Ricardo Lagos war auch da. Schon cool, das ist so als wenn man in Deutschland irgendwo hingeht und dann kommt auch der Kohl. Und das war ein kleiner Kinossal, wir waren also nah dran. Man muss dazu sagen, dass Ricardo Lagos hier nicht irgendein Ex-Präsident, sondern unübertroffen beliebt ist. Für viele Chilenen ist er eine richtige Lichtgestalt, weil es unter seiner Regierung steil bergauf ging und er wirklich viel erreicht hat. Seba meinte "Oh, Ricardo Lagos ist so wichtig für mich und er weiss nicht einmal dass es mich gibt." Bei dem Empfang hat sich Seba dann noch grösser gemacht als er ohnehin schon ist, damit Lagos ihn sieht. Irgendwann hat es geklappt und Seba meinte: "Juhu, er hat mich angeschaut, jetzt existiere ich in seinem Unterbewusstsein." So einfach kann man Leuten eine Freude machen :-)
Der Film ist übrigens sehr zu empfehlen...

Bald bei der GTZ

Nachdem so viele gefragt haben, wie es denn jobtechnisch aussieht, werde ich euch mal auf den neuesten Stand bringen. Hier gibt es ganz gute Jobsuche-Seiten im Internet, wo man sich entweder auf offene Stellen bewerben oder seinen Lebenslauf eingeben kann, damit sich ein interessierter Arbeitgeber meldet. Der Haken an der Sache ist, dass Magisterstudiengänge hier schwer zu erklären sind, weil es die nicht gibt und mein Profil also selten passt, bzw. man immer irgendwie rummogeln muss. Ausserdem wird überall jahrelange Erfahrung gefordert. Toll. Eigentlich wollte ich ja sowieso zur GTZ, nur hat das von Deutschland aus nicht geklappt. Für alle, die nicht wissen was das ist: www.gtz.de
Ich habe dann einen letzten Versuch gestartet und mich auf gut Glück direkt beim Chef der GTZ Chile gemeldet. Und der hatte tatsächlich Interesse. Leider wird die GTZ in Chile zurückgefahren, weil es kein klassisches Entwicklungsland ist, so dass es eigentlich keine Stellen gibt und auch keine Praktikanten mehr genommen werden. Aber weil ich schon mal am Ort war und anscheinend einen ganz guten Eindruck hinterlassen habe, hat der wirklich sehr nette Leiter der Zentrale mir ein Praktikum von 6 Monaten aus dem Boden gestampft und dann sehen wir
mal weiter. Das ist super, da bin ich da wo ich immer schon hinwollte, lerne was und kriege Kontakte. Der einzige Haken ist das Praktikantengehalt...aber naja, das wird schon noch irgendwann.

miércoles, 13 de diciembre de 2006

Was in Chile alles komisch ist...


...in der Reihenfolge wie es mir einfällt und ganz bestimmt unvollständig ;-)

Es ist sehr schwierig, richtigen Kaffee zu kaufen. Die meisten halten Nescafe für normalen Kaffee und sogar in den allermeisten Restaurants bekommt man nichts anderes. Im Supermarkt gibt es zwar auch richtigen Kaffee, aber keine Filter, ausserdem hat sowieso niemand eine Kaffeemaschine. Wir zaubern mit Servietten...

Es gibt keine Busfahrpläne und man muss den Bus anhalten, sonst fährt er vorbei.

Es gibt Marmelade in Tüten.

In Schnellrestaurants und Eisdielen, aber auch beim Metzger usw. gibt es komische Systeme. Entweder man geht sofort zu einer Kasse, sagt was man haben will und bezahlt das dann. Mit dem Bon geht man zum Eisverkäufer und kriegt sein Eis. Oder man geht zu Theke (z.B. beim Metzger), und sagt was man haben will. Dann wiegt der Metzger das ab. Man kriegt einen Bon wo der Preis draufsteht. Mit dem Bon geht man zur Kasse und zahlt. Da kriegt man einen Bon, dass man gezahlt hat. Mit dem geht man zur Theke und bekommt seine Ware. Das ist angeblich, damit die Leute, die das Geld anfassen, nicht auch das Essen anfassen. Bei den hygienischen Verhältnissen in einer durchschnittlichen Metzgerei hier wäre das allerdings mein kleinstes Problem.

In grösseren Läden wird man bedient. Man sucht sich was aus (in meinem Fall eine Thermoskanne). Die Verkäuferin verschwindet mit der Ware und man kriegt einen Bon über eine Thermoskanne. Damit geht man zur Kasse und zahlt. Dann kriegt man aber auch keine Thermoskanne, sondern erst wenn man seinen Bon, dass man bezahlt hat, an der Packstation abgibt, wo man sie dann in eine Tüte gepackt bekommt.
Im Supermarkt kann man oft Creme und sowas nicht einfach aus dem Regal nehmen, sondern man muss es an einer Theke kaufen und sofort bezahlen. Sebas Eltern haben mir erklärt, dass sonst die Hälfte geklaut würde. Entweder, weil viele sich vieles nicht leisten können, oder um es weiterzuverkaufen.
Aus dem gleichen Grund muss man Tüten, mit denen maneinen Laden betritt, von einem Wachmann mit Sicherheitsklebeband verschliessen lassen. Ich bin mal mit einem Rucksack in einen Supermarkt gegangen und habe die Wachfrau angelächelt um ihr Gelegenheit zu geben, mir zu sagen dass ich nicht mit Rucksack reindarf. Sie hat nichts gesagt, hatte aber die ganze Zeit auffällig unaufällig in meiner Nähe zu tun :-)
Ach ja: Es geht niemand mit Rucksack einkaufen. Man kriegt eh für jeden Bleistift Tüten und wenn man keine will, finden die das komisch. Immerhin braucht man so keine Mülltüten kaufen. Der Gedanke, dass man in Deutschland einfach mit allen Taschen in den Aldi marschiert und es kein Wachpersonal gibt, ist fúr die Leute hier unvorstellbar.

Man kann alles auf Raten kaufen. Nicht nur Autos und Stereoanlagen, sondern auch Hosen, Schuhe, ja sogar Lebensmittel. Das ist deswegen so, weil viele hier echt am Limit ihres Einkommens leben, ich habe gelesen dass nur 20% der Leute sparen können. Wenn dann mal einer für ein Einstellungsgespräch einen Anzug braucht, ist das ein Problem und dann sind die Raten praktisch. Aber es führt auch dazu, dass sich viele alles Mögliche kaufen, was sie sich niemals leisten könnten, nie wieder mit dem Zahlen der Raten hinterherkommen und am Ende hoffnungslos verschuldet sind.

Alle Getränke sind mit Zucker. Alles Süsse ist viel süsser als in Deutschland. Aber es gibt von allem eine Light-Version.

Es gibt keine Bauvorschriften und jeder baut was er will wo er will, aber man darf keine Wäsche aus dem Fenster hängen, weil das nicht schön aussieht.

Es gibt in den Autos nur vorne Sicherheitsgurte, aber man muss offiziell einen Fahrradhelm aufsetzen (auch wenn das keiner kontrolliert).

Es gibt weder Adventskranz, noch Kalender, noch Nikolaus, noch 2.Weihnachtstag.



Valparaiso und Küste


Am Wochenende fahren wir oft nach Quilpue, wo die Familie von Sebastián wohnt (Eltern, Schwester, zwei Nichten und meist noch irgendwelcher Besuch aus dem Süden oder eben wir... Da muss man sich schonmal quetschen in den kleinen Haus). Leider habe ich keine gute Karte gefunden, so dass ihr den Atlas bemühen müsst, wenn ihr genau wissen wollt, wo das ist. Man fährt von Santiago aus ca.1,5 Stunden nach Osten, dann kommt man an die Küste nach Viña del Mar. Viña ist mit Valparaiso zusammengewachsen, was südlich davon liegt. Quilpue ist direkt nicht an der Küste, sondern eine knappe halbe Busstunde im Landesinneren gelegen.
Valparaiso ist der wichtigste Hafen von Chile und Weltkultrurerbestadt...allerdings glaube ich nicht, weil es so schön ist, sondern weil es so interessant ist. Die Stadt wurde auf 27 (?) Hügeln gebaut und die Häuser sind ganz bunt. Um nicht alle Hügel per Treppe besteigen zu müssen, gibt es ca. 100 Jahre alte Aufzüge, die die Leute die Hügel hochtransportieren.

Oben in den Hügeln kann man ewig herumlaufen und die kuriosen Konstruktionen der Häuser an den Hängen anschauen. Valparaiso ist ein bisschen wie der Scheinriese aus der Augsburger Puppenkiste. Von Weitem ist es wunderschön und bunt und je näher man rankommt, desto mehr blättert die Farbe ab und desto mehr sieht man, dass oben auf den Hügeln viele Leute echt arm sind. Wohnen möchte ich da nicht, wie der Niederrheiner sagt.
In Valparaiso wohnen auf einigen Hügeln viele Schräge Vögel, Künstler und Lebenskünstler, Pablo Neruda hat auch da gewohnt. Wir sind letzte Woche mal da herumgestreift und Seba hat mit eine Bar gezeigt, das Color Café. Der Wirt hatte eine Augenklappe und sah auch sonst aus wie ein Pirat und alles war sehr zusammengewürfelt und klapprig, aber urig. Da gab es tatsächlich Glühwein!!!

In Viña del Mar wohnen viele Freunde von Seba, kurioserweise per Zufall alle im gleichen Haus, in verschiedenen Wohnungen. Da könnte man dann abends ausgehen oder in eine gute Disco (Huevo) nach Valparaiso fahren, aber das haben wir noch gar nicht geschafft, weil Seba immer brav Diplomarbeit macht. Viña del Mar ist etwas moderner als Valparaiso und da kann man schon eher wohnen. Und es gibt Strand und eine Strandpromenade, die jedoch am Wochenende beide hoffnungslos überfüllt sind. Der Strand von Badegästen und die Promenade von Clowns, Kaspertheatern, Verkäufern und so weiter.

Wir waren bisher einmal am Strand, weiter im Norden, wo es nicht so voll ist. Leider war genau an dem Tag das Wetter nicht so doll, so dass wir und den Hintern abgefroren haben. Vom Wasser ganz zu schweigen, das kommt direkt aus der Antarktis...die Nordsee ist dagegen eine Badewanne. Die Küste hier ist teilweise zugebaut, da wohnen dann den Sommer über die Reichen und Schönen mit allem Schnick und Schnack.
An anderen Stellen die weniger Top sind, ist auch weniger los, was ich allerdings schöner finde. An einigen Stellen gibt es hier an der Küste riesige Dünen, ein ganz toller Spielplatz.
Denkt aber bloss nicht, wir würden hier nur am Strand rumlümmeln!!!
Wie gesagt: Einmal bisher und das haben wir nach einer Stunde aufgegeben. Meistens sind wir brav in Quilpue, wo Seba dann seine DA macht und ich höchstens mal das Planschbecken frequentiere, aber auch eher selten. Einmal waren wir in Con-Con (auch an der Küste) bei einem Freund von Seba zum Grillen eingeladen. Das Condominio (zusammengehörende Häuser), wo er mit seiner Familie wohnt, hat ein Schwimmbecken, aber da die Chilenen immer etwas länger brauchen war die Sonne schon weg, als wir dann doch noch für ne halbe Stunde da reingehüpft sind. Die meiste Zeit sind wir aber in Santiago: Seba fleissig am arbeiten und ich mache noch bis Januar einen auf Hausfrau, bevor mein Job bei der GTZ anfängt...doch dazu später. Wenn wir aus Santiago weg wollen heisst das dann auch immer zwei Stunden Bus und Mikrobus (kleine Linienbusse) fahren.

Kulinarisches

ESSEN
Mein Reiseführer sagt: "Die chilenische Küche
kennt weder grosse Verzierungen, noch Rafinessen, denn sie entstand, um die Menschen satt zu machen." Treffender kann man es nicht ausdruecken. Das typische Mittagessen besteht aus einem Stueck Rindfleisch Kartoffeln in irgendeiner Form und dazu einen "Salat" aus geriebenen Möhren und klein geschnittenem Kappes mit Zitronensaft. Dazu muss man sagen, dass Rindfleisch hier deutlich guenstiger ist als bei uns. Rind und Lamm sind die gängigen Fleischsorten, Schwein ist eher aussergewöhnlich. Sossen sind mir bisher kaum untergekommen. Salat (also meistens Kohl mit Möhren, seltener Blattsalat) wird mit Salz und Zitronensaft gewürzt oder (seltener) mit Öl und Essig begossen. Bumms, das wars. Auch ansonsten sind Sossen Mangelware. Dafür gibt es Mayonaise im Überfluss und zu jeder Gelegenheit: Aufs Brot, ans Fleisch, sogar auf die Wurst...brrrr! Mal vom Sossenmangel abgeshen unterscheidet sich die alltägliche Küche hier in der Gegend nicht so sehr von unserer. Die auffälligsten Besonderheiten möchte ich euch hier vorstellen...keine Garantie auf Vollständigkeit, schliesslich bin ich nichtmal einen Monat hier.

Des Chilenen Leib- und Magenspeise ist die Avocado.

Ohne Avocado beginnt kein Tag und endet auch keiner. Sie wird entweder in Scheiben geschnitten auf den Salat gelegt (z.B. auf Blattsalat mit Tomate) oder aber mit einer Gabel zermatscht, mit etwas Öl und Salz verrührt und dann aufs Brot geschmiert. Ein Kilo Avocados kostet auf der Strasse ca. 70 Cent.
Ach ja, die Preise: Obst und Gemüse sind unglaublich billig. Am besten kauft man das nicht im Supermarkt, sondern an Ständen auf der Strasse. Da haben wir gestern 1KG Bananen+1KG Pfirsische +1KG Avocados für zusammen unter 2 Euro weggeschleppt. Leider ist bis auf Obst, Brot und Teilchen alles andere ziemlich teuer, wie ich finde. Vor allem Milchprodukte sind teuerer als in Deutschland, da sie nicht subventioniert werden. Von anderen Dingen ganz zu schweigen: es ist keine Kunst für eine Dose Nivea-Creme 5 Euro loszuwerden. Ok, aber das ein andermal, das pass ja nicht zum Essen.

In ganz Südamerika verbreitet sind die Empanadas. Die gibt es entweder aus dem Ofen oder frittiert, wobei frittiert leckerer und aus dem Ofen gesünder ist.
Gefüllt sind die Empanadas hier mit allem möglichen: Käse, Käse+Schinken/champignons/Krabben/Oliven/Krebse/sonstwas oder Pino, das ist eine Art Hackfleisch mit Zwiebeln, gekochtem Ei, Oliven und manchmal auch Rosinen. Egal was drin ist, die Empanadas sind eigentlich immer seeeeehr lecker.

Fleisch wandert in Chile bevorzugt auf den Grill. Aber vergesst Marinaden und Gewürze, es wandert einfach so auf den Grill. Höchstens ein bisschen Salz kriegt es da ab. Ob das lecker ist, weil man das pure Fleisch schmeckt oder einfallslos, weil immer gleich und Marinade ein Fremdwort ist, darüber kann man streiten. Wenn hier gegrillt wird, dann gibt es meistens zuerst "Choripan" und dann ein riesiges Stück Rindfleisch, was am Stück gegrillt und dann in mundgerechte Häppchen geteilt wird, von denen man dann je nach Anzahl der Anwesenden 3-5 abbekommt. Choripan kommt von "Chorizo" und "Pan" (Brot)

Chorizo ist eine ziemlich rote Bratwurst, ich glaube die ist mit Paprika gewürzt. Sehr lecker. Alternativ gibt es "Salchipan" ("Salchicha" und "Pan"), das ist dann die weniger delikate Variante mit einer Art Wiener Würstchen. Ok, sie heissen hier Wiener, aber mit Knackwurst hat das nicht viel zu tun.

Das auf den ersten Blick fieseste Gericht ist die Chorillana. Vor allem vor Feten eine gute Unterlage und saulecker, auch wenn es auf dem Foto nicht so aussieht:

Chorillana kommt, glaube ich, aus Valparaiso und besteht aus einem Berg Pommes und obendrauf eine Mischung aus Wurststückchen, Fleisch, Zwiebeln und Ei, alles zusammen in der Pfanne gebraten. Ein Fest aus Fett und Salz, dass jeden Tropfen Alkohol sofort aufsaugt. Meistens bestellt man eine Chorillana mit mehreren Personen und alle essen dann an einem anderen Ende des gleichen Berges.

Das in den Strassen von Santiago am häufigsten anzutreffende Fastfood sind neben Empanadas die so genannten "Completos".

Das ist eine Art Hot-Dog, aber man muss das Würstchen lange suchen. Das versteckt sich nämlich ganz unten im Brot unter einer Schicht Sauerkraut, viiiiiiiel Mayonaise, Ketchup, Senf und Aji chileno, einer scharfen roten Sosse. Ja, richtig gelesen: Ketchup auf Mayo, Senf auf Ketchup und Aji auf Senf... und wem das nicht genug ist, der bestellt ein "Completo Italiano", dass sich durch eine zusätzliche Schicht Avocado-Matsch auszeichnet.
Ich will nicht den Eindruck erwecken die Chilenen ernähren sich nur von so einem Zeugs...das ist nur das, was am meisten auffällt. Ansonsten gibt es viele leckere Gerichte mit Mais, Tomatensalat und Kartoffeln. Ach ja und nicht zu vergessen der ganze Fisch und die Meeresfrüchte. Aber ausser an eine Krabbenempanada habe ich mich da noch nicht rangetraut.

Nachtische und Kuchen zeichnen sich durch extreme Süsse aus. Überhaupt geht in diesem Land nichts ohne viel Zucker. Das lustige an Kuchen ist, dass er auch Kuchen heisst. Da haben sich die deutschen Einwanderer verewigt. Ebenso gibt es kein eigenes Wort für Streuselkuchen, Apfelstrudel und Bienenstich. Mein Lieblingsnachtisch ist "Leche Asada" ("gegrillte Milch").

Keine Ahnung wie man das macht...irgendwie mit Milch und Zucker in der Pfanne...genial lecker. und dann wären da noch die aus Argentinien importierten "Alfajores", das sind grosse Kekse mit Karamellfüllung und Zuckerguss oder Schokolade. Ein Traum.
Alle diese leckeren Sachen sind natürlich nicht zum täglichen Verzehr bestimmt, sonst sieht mannachher aus wie ganz viele Leute hier...mit Röllchen. Keine Sorge Mama, ich gönn mir höchstens einmal in der Woche eins von den süssen Sachen, von den anderen seltener.
Ach ja...fast hätte ich die Essenz aller Süssigkeiten hier vergessen: Manjar.
Ich glaube das ist einfach Karamelcreme, aber das darf man nicht laut sagen, denn es ist natürlich was gaaaanz besonderes. Damit macht man Kuchen, es kommt aufs Brot oder man nascht es so.
Ebenso wir Manjar wird übrigens Marmelade auch sehr unpraktisch in Tüten verkauft:
TRINKEN
Getrunken wird in Chile alles was süss und ungesund ist. Damit meine ich nicht nur Coca-Cola, sondern weitaus schlimmere Sachen in den unglaublichsten Farben. Saft ist so eine Sache für sich. Ich habe tatsächlich einen Supermarkt gefunden, wo sie Saft ohne Zucker verkaufen. Nur Apfel und Brine und schweineteuer, aber immerhin. Ansonsten versteht man hier unter Saft sowas ähnliches wie Capri-Sonne und so weiter. Es gibt auch kleine Tüten Konzentrat zu kaufen, die man dann mit Wasser auffüllt. Auch wenn es "Natur-Saft" gibt, d.h. ohne Farbstoffe und Wasser ist dieser IMMER mit Zucker. Brrrrrrrrrrr. Zu Hause trinken wir deswegen nur Wasser und Tee und ab und zu ein Ginger-Ale oder richtigen Apfelsaft. Oder Bierchen :-) Bierchen können die hier ganz gut, das haben sie auch von den deutschen Einwanderern. Das beste Bier hier heisst dann auch "Kunstmann. Das gute Bier".
Auf der Strasse gibt es viele Stände, die verkaufen "Mote con Huesillo". Mote ist eine Art Getreide. Das wird irgendwie verkocht und dann kalt werden gelassen und dann kommen getrocknete Pfirsische rein , die "Huesillos". Unten im Glas hat man dann noch das Getreide, das ist lecker und macht satt: Das Nationalgetränk von Chile ist wohl der Pisco Sour. Pisco ist hm...ja was ist das denn bloss? Irgendwie eine Art Schnaps. Ich glaube das kommt eigentlich aus Peru, aber das darf man hier auch nicht laut sagen. Naja. Pisco kann man on the Rocks trinken ode rmit Cola mischen. Richig chilenisch ist allerdings der Pisco Sour. Das ist Pisco mit Limettensaft, Zucker und ich habe gehört , auch Eischnee, aber das weiss ich nciht so genau. Auf jeden Fall ist das lecker und frisch und hat es in sich. Prost.






martes, 12 de diciembre de 2006

Santiago de Chile


Santiago de Chile ist zuerstmal riesig. Es hat ca. 6,5 Mio Einwohner und eine Ost-West-Ausdehnung von 40 km, von Norden nach Sueden ist es nicht viel weniger. Gut dass die Metro sich auskennt :-) Eigentlich sollte man sagen, man kann sich in Santiago nicht verlaufen, da alle Strassen im Schachbrettmuster verlaufen und man Entfernungen nach Bloecken misst. Zumindest im Zentrum kann man sich aber prima verlaufen, da man sich an nichts orientieren kann. Es gibt in jeder Strasse mehrere (bis zu 5!!!) Laeden der gleichen Kette, so dass man die Laeden als Orientierungspunkte ausschliessen kann. Noch dazu verlaufen zwischen den Bloecken so genannte Galerien, die ueberdacht sind und wenn man in eine reingeht muss man hoellisch aufpassen, wo man wieder herauskommt. Ausserdem sind die Strassen so unendlich lang (4-stellige Hausnummern), dass man jede mehrmals kreuzen kann ohne es zu merken. Wenn man sich einmal verfranzt hat und den gleichen Strassennamen sieht denkt man, man sei in der Naehe wie beim ersten Kreuzen, dabei kann man kilometerweit entfernt sein. Auf diese Art bin ich in der ersten Woche zwei Stunden durch die Stadt geirrt, obwohl der Weg nur 20 Min. gedauert haette. Passiert mir nicht nochmal. Schoen ist Santiago nicht. Laut, bunt, versmogt und verbaut. Wenn man was Schoenes sehen will, muss man an den Rand oder raus fahren oder ganz spezielle Orte finden, z.B. ein Viertel im alten Stil oder sowas. Meine Messlatte, was schoen ist, ist in den letzten Wochen arg nach unten gerutscht. Obwohl es relativ viele Baueme gibt, macht die Stadt auch keinen gruenen Eindruck und die Anden sieht man laengst nicht so gut wie auf dem Foto. Einige Parks retten da nicht sehr viel. Ein Lichtblick ist der Cerro Santa Lucia im Zentrum der Stadt. Das ist ein kleiner Huegel aus Vulkangestein der ganz gruen ist, mit Wiesen und Parkanlagen und vielen Baeumen und einer Art Burg drauf: Von ganz oben hat man einen guten Blick ueber das Stadtzentrum, man kann sogar sehen, wo wir wohnen, naemlich die beiden gleichen Tuerme in der Bildmitte! Wirklich wie ganz woanders fuehlt man sich auf dem Cerro San Cristobal, das ist so eine Art Stadtberg. Ein ganz kleiner Vertreter der Anden (869m), der gleichzeitig der groesste Park der Stadt ist. Das Gute ist dass man da den Stadtlaerm ueberhaupt nicht hoert. Da gibt es Spielplaetze, Picknickzonen, Schwimmbaeder, einen Zoo und so weiter und das Beste ist: Den ca. 10 km langen Aufstieg per Mountainbike zu schaffen. Einmal waren wir schon mit dem Fahrrad oben, es sollte idealerweise einmal pro Woche werden. Oben auf dem Cerro steht eine Marienfigur, die ueber die Stadt schaut, fast wie der Jesus in Rio und von oben hat man so einen aehnlichen Blick wie auf dem obersten Foto.Das Interessante an so einer grossen Stadt ist, dass sie an jeder Ecke anders aussieht: Das Zentrum ist absolut zugebaut und es wuselt immer vor Leuten. Eine Ampel ueberqueren ist wie ein Rugby-Spiel starten oder wie eine Schlacht bei Braveheart: Solbald es gruen wird, rennen auf jeder Seite ein paar hundert Leute los und treffen in der Mitte aufeinander.Balue Flecken sind da vorprogrammiert. Trotzdem gibt es sogar im Zentrum ruhigere Ecken mit alten Haeusern und kleineren Strassen, aber man muss sie finden. Ein paar Strassen weiter kann die Welt ganz anders aussehen, z.B. mit kleinen bunten Haeuschen, grossen Prachtbauten im Kolonialstil, Reihenhauesern mit Garten oder spiegelnden Wolkenkratzern, je nach Stadtviertel oder sogar Strasse. Mitten durch die Stadt fliesst der Rio Mapocho, ein ca. 20m breites und sehr flaches reissendes Schlammwasser in einem Betonflussbett, die ihm noch mehr Geschwindikeit gibt...romantisch ist anders. Noch eine Besonderheit in Santiago ist, dass sich anscheinend die Geschaeftszweige auf bestimmte Strassen konzentrieren. Es gibt eine Galerie mit ca. 150 Frisoeren, eine nur mit Spielzeug, eine Strasse, wo alle Optiker sind, eine mit Wechselstuben und eine mit Schuhgeschaeften und so weiter. Findet man ein Geschaeft einer bestimmten Art, sind garantiert noch 5-100 aehnliche in der Naehe. Findet man die richtige Strasse nicht, hat man allerdings ein Problem.
Im Moment ist hier gerade so etwas aehnliuches wie Vorweihnachtsstimmung ausgebrochen. D.h. es gibt ueberall Rabatte und Schnaeppchen. Alles ist rot oder golden geschmueckt, es stehen kuenstliche Tannen herum und ein armer Weihnachtsmann-Darsteller muss sich bei der Hitze im Pelzmantel mit den Kindern fotografieren lassen. Natuerlich im Rentierschlitten. Ach ja und aus allen Lautsprechern tuedelt White Christmas oder aehnliches Unpassendes und damit auch der Letzte schnallt, dass es Weihnachten wird, haben sie einen ueberdimensionalen Weihnachtsbaum auf der Plaza de Armas aufgebaut - gesponsort von Coca Cola.
Rechts sieht man noch ein Stuck der Kathedrale und hinter dem Weihnachtsbaum, das "kleine" weisse Gebaeude ist die Hauptpost.

In Santiago angekommen

Juhu, seit dem 17.11. 2006 wohne ich in Santiago de Chile!!! Bis ich meine neue Wohnung zu Gesicht bekommen habe, waren allerdings ein paar kleinere und groessere Schwierigkeiten zu bewaeltigen: Ich stehe mit Sack und Pack in Duesseldorf am Flughafen und zeige stolz Ticket und Ausweis vor, da sagt mir die nette Dame von Iberia, dass ich ohne Rueckflug-Ticket und/oder Visum nicht an Bord darf. SCHRECK!!! Dabei hatte ich extra in der chilenischen Botschaft in Berlin angerufen um genaus das zu erfahren. Ein ziemlich unkompetenter Mitarbeiter dort hatte mir dann (noch nichtmal auf deutsch!!!) gesagt, die Deutschen seien kompliziert, ich solle mir nicht ins Hemd machen und losfliegen, denn man kriegt ja sowieso ein Visum fuer drei Monate wenn man einreist. Klar glaubt man sowas. Pustekuchen. Dabei ist den chilenischen Behoerden schnurzegal, mit was man einreist, mich hat niemand nach irgendwas gefragt. Der Haken ist nur, dass sie theoretisch der Fluggesellschaft eine Geldstrafe fuer das Transportieren illegaler Einwanderer aufbrummen koennen (was sie aber nicht tun) und Iberia sich deswegen absichern musste, dass sie nicht die Schuld haben wenn ich dableibe. Ui, toll! Anscheinend kommt sowas oefter vor, denn am Flughafen in Duesseldorf gibt es einen Schalter der extra Tickets nach irgendwohin, jedenfalls raus aus dem fraglichen Land, verkauft, die man dann nachher wieder zurueckgeben kann. So kommen alle ungeschoren davon. Ich habe jetzt ein Ticket nach Argentinien, was ich einfach zurueckgeben werde. Auf dem Flug nach Madrid ist mir geringfuegig schlecht geworden und auf dem von Madrid nach Santiago sass ich neben einem ganz netten Typen der gerade aus Barcelona kam. Wir haben gequatscht und es stellte sich heraus, dass dieser Typ derjenige ist, der Starbucks in Chile eingefuehrt hat. Ich dachte immer, solche Leute reisen mit Schlips, Kragen und Laptop, aber dieser reiste mit Fransenjeans und Rucksack und wollte die naechsten drei Monate sein in Barcelona erkellnertes Geld am Strand auf den Kopf hauen. Sehr interessant, wie man sich irren kann. ;-)
In Santiago gelandet, musste ich feststellen, dass acht Maschinen gleichzeitig angekommen sind und ca. 2000 Leute vor mir in der Schlange bei der Passkontrolle standen. Toll. Also: Zwei Stunden warten. Derweil stand Seba draussen und dachte ueber zwei Stunden ich habe es mir doch anders ueberlegt. Als ich endlich rauskam war keiner da, weil er natuerlich nicht die ganze Zeit am gleichen Platz gestanden hat. Naja, am Ende hat doch noch alles geklappt. Sehr lustig ist, dass alle Chilenen Seba wegen seiner Groesse (1,90) und weil er nicht so dunkel ist wie die anderen, fuer einen Auslaender halten wenn wir zusammen unterwegs sind. Der Taxifahrer hat ihn dann auch erstmal mit "Sir" begruesst, hihi. Wohnen tun wir im Zentrum von Santiago, so als wenn man in Aachen auf der Grosskoelnstr. wohnen wuerde. Der Zentrale Platz (Plaza de Armas) ist ca.200 m entfernt. Alle Wohnblocks oder Haeuser, die zusammen gehoeren, sind hier eingezaeunt und innerhalb des Zaunes befinden sich Gemeinschaftsanlagen, z.B. Springbrunnen, Baenke, Parkhaus und so weiter. Das ganze heisst dann "Condominio". Unser Condimonio hat drei Tuerme, zwei grosse Zwillingstuerme und einen kleineren dahinter mit "nur" 18 Stockwerken, da wohnen wir.



Eigentlich hat unser Turm nur 16 Stockwerke, denn hier fangen sie bei 1 im Erdgeschoss an und der 13. Stock fehlt aus Aberglauben. Jeder Turm hat mehrere Consierges, die schichtweise ueberwachen, wer rein und rausgeht, die Post annehmen, den Schluessel zum Waschkeller hueten und die man anrufen kann wenn die Nachbarn zu laut feiern. Ich glaube sie machen auch die "Gartenanlagen", aber das weiss ich nicht so genau. Im Keller gibt es Waschmaschinen, Tiefgarage und Fahrradstaender. Zwischen den Blocks ein paar Springbrunnen, etwas Gras, Baenke und zwei Grillecken bzw. Platz zum spielen, aber alles sehr ueberschaubar. Die Tuerme sind ganz neu und im Vergleich mit dem was drumherum ist, richtig schoen. Dass heisst allerdings nicht, dass die Bauqualitaet auch gut ist...ein deutscher Handwerker wuerde hier die totale Krise kriegen was Tapete, Anstrich, Holzverarbeitung und Putz angeht, aber so wie es aussieht bin ich hier die einzige der das auffaellt. Die sagen, wirkliche Qualitaet kann sich keiner leisten, also geben sie sich mit dem zufrieden was man fuers Geld bekommen kann, mit dem Ergebniss, dass alles nach wenigen Jahren gammelig aussieht. Nunja, wie gesagt, im Vergleich zum Rest ist es echt gut hier. Nur gut, dass man auf den Fotos keine Verarbeitungs-Details sieht ;-)
Unsere Wohnung ist winzigst (25 qm) und besteht aus einem "Wohnraum" mit Einbaukueche, einem Schlafzimmer, einem Bad und einem begehbaren Schrank.

Das ist die Kueche. Rechts daneben sieht man die Wohnungstuer. Flure innerhalb der Wohnung sind so gut wie unbekannt.Von hier aus kommuniziere ich mit der Aussenwelt...das Fahrrad steht inzwischen im Keller.Die Pflanze hat Seba extra fuer mich angeschafft...ratet mal wer sie giesst ;-) Falls jemand ein klitzekleines Sofa uebrig hat, kann er es gerne als Paket schicken :-)Das ist unser Schlafzimmer mit einem meiner hochbezahlten Kunstwerke und Adventskalender.Aetsch Eckies, wir haben eine Badewanne!!! Aus dem Fenster hat man die hervorragende Aussicht auf die architektonischen Meisterwerke der Nachbarschaft. Leider wohnen wir an der falschen Seite, denn auf der anderen Seite des Turms ist die Aussicht relativ schoen, naemlich auf den Stadtberg. Es ist wirklich nicht, zu fassen, jeder baut hier wie er will, Aesthetik und Stadtbild sind abseits vom High-End Fremdwoerter, alles faellt nach einigem Gebrauch auseinander und sieht auch so aus und dann gibt es ERNSTHAFT eine Verordnung, die es verbietet, irgendwelche Waesche aus dem Fenster zu haengen, weil das nicht schoen aussieht!!! Meiner Meinung nach haengt man hier am Besten so viel Waesche aus dem Fenster dass man die Haeuser nicht mehr sieht!