
Santiago de Chile ist zuerstmal riesig. Es hat ca. 6,5 Mio Einwohner und eine Ost-West-Ausdehnung von 40 km, von Norden nach Sueden ist es nicht viel weniger. Gut dass die Metro sich auskennt :-) Eigentlich sollte man sagen, man kann sich in Santiago nicht verlaufen, da alle Strassen im Schachbrettmuster verlaufen und man Entfernungen nach Bloecken misst. Zumindest im Zentrum kann man sich aber prima verlaufen, da man sich an nichts orientieren kann. Es gibt in jeder Strasse mehrere (bis zu 5!!!) Laeden der gleichen Kette, so dass man die Laeden als Orientierungspunkte ausschliessen kann. Noch dazu verlaufen zwischen den Bloecken so genannte Galerien, die ueberdacht sind und wenn man in eine reingeht muss man hoellisch aufpassen, wo man wieder herauskommt. Ausserdem sind die Strassen so unendlich lang (4-stellige Hausnummern), dass man jede mehrmals kreuzen kann ohne es zu merken. Wenn man sich einmal verfranzt hat und den gleichen Strassennamen sieht denkt man, man sei in der Naehe wie beim ersten Kreuzen, dabei kann man kilometerweit entfernt sein. Auf diese Art bin ich in der ersten Woche zwei Stunden durch die Stadt geirrt, obwohl der Weg nur 20 Min. gedauert haette. Passiert mir nicht nochmal. Schoen ist Santiago nicht. Laut, bunt, versmogt und verbaut. Wenn man was Schoenes sehen will, muss man an den Rand oder raus fahren oder ganz spezielle Orte finden, z.B. ein Viertel im alten Stil oder sowas. Meine Messlatte, was schoen ist, ist in den letzten Wochen arg nach unten gerutscht. Obwohl es relativ viele Baueme gibt, macht die Stadt auch keinen gruenen Eindruck und die Anden sieht man laengst nicht so gut wie auf dem Foto. Einige Parks retten da nicht sehr viel. Ein Lichtblick ist der Cerro Santa Lucia im Zentrum der Stadt. Das ist ein kleiner Huegel aus Vulkangestein der ganz gruen ist, mit Wiesen und Parkanlagen und vielen Baeumen und einer Art Burg drauf:
Im Moment ist hier gerade so etwas aehnliuches wie Vorweihnachtsstimmung ausgebrochen. D.h. es gibt ueberall Rabatte und Schnaeppchen. Alles ist rot oder golden geschmueckt, es stehen kuenstliche Tannen herum und ein armer Weihnachtsmann-Darsteller muss sich bei der Hitze im Pelzmantel mit den Kindern fotografieren lassen. Natuerlich im Rentierschlitten. Ach ja und aus allen Lautsprechern tuedelt White Christmas oder aehnliches Unpassendes und damit auch der Letzte schnallt, dass es Weihnachten wird, haben sie einen ueberdimensionalen Weihnachtsbaum auf der Plaza de Armas aufgebaut - gesponsort von Coca Cola. Rechts sieht man noch ein Stuck der Kathedrale und hinter dem Weihnachtsbaum, das "kleine" weisse Gebaeude ist die Hauptpost.

1 comentario:
Hallo Hasy Mausy...*g*,
eine schöne Seite hast du da geschrieben - damit ich jetzt auch wöchentlich daran erinnert werde, wie sehr du GJ und mir hier fehlst, habe ich mir sofort ein Lesezeichen gesetzt und werde regelmässig Sebas und deine Abenteuer verfolgen! So, wir hören und schreiben uns...btw: Hier liegt auch kein Schnee :(.
Alles Liebe,
Anika.
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