Also ab in den Nachtbus und 11 Stunden absitzen bis Puerto Varas (das könnt ihr jetzt mal im Atlas suchen!!!). Dabei muss ich immer wieder sagen, dass die Reisebusse hier echt erste Sahne sind: Man kriegt Kopfkissen, Decken, Filmchen und Morgens Kaffee und Kekse. Für den Fall dass einer an Bord eine Seuche weiterverbreitet werden von allen Passagieren die Telefonnummern eingesammelt, damit man sie zur Not anrufen und zum Arzt schicken kann. Ist angeblich mal vorgekommen und seitdem machen sie das auf Fahrten, die länger als 4 oder 5 Stunden dauern.
So, damit ihr nicht denkt, dass der Süden von Chile ein totales Desaster ist, jetzt zu den schönen Dingen: Die Landschaft!!!
Um Puerto Varas herum sieht es exakt aus wie am Niederrhein, die haben sogar die gefleckten Kühe. Der Unterscheid ist der, dass sich eben diese die Wiesen mit Ñandus (eine Art Vogelstrauss) teilen und ab und zu immer mal wieder ein schneebedeckter Vulkan aus dem Boden wächst, nämlich dann, wenn die Regenwolken wegziehen und die Sicht freigeben. Das ist dann immer wieder ein Aha-Effekt. Die Gegend um Hornopirén ist voller Wald, kalter Regenwald. Das sind richtige Urwälder und man kann davon ausgehen, dass da abseits einiger Wanderwege selten bis nie ein Mensch hingetreten hat. Unterwegs findet man immer wieder Wasserfälle, verstreute Holzhütten und Fischerbuchten und die Fjorde kann man mit Autofähren überqueren.Da ist es wirklich wund-der-schön!
Hier werden auch viele Lachse gezüchtet, das ist superinteressant, weil die runden Lachsbecken, die im Meer abgetrennt sind, nachts beleuchtet werden, damit die Lachse denken, es sei immer Tag und sich schnell fettfuttern. Diese Lichter unter Wasser sehen aus wie Szenen aus Akte X oder sowas.
Hier werden auch viele Lachse gezüchtet, das ist superinteressant, weil die runden Lachsbecken, die im Meer abgetrennt sind, nachts beleuchtet werden, damit die Lachse denken, es sei immer Tag und sich schnell fettfuttern. Diese Lichter unter Wasser sehen aus wie Szenen aus Akte X oder sowas.
Am nächsten Tag haben wir die Pläne geändert, das Mietauto abgegeben und sind dafür bei strömendem Regen mit Sebas Eltern und seinem Bruder Pablo plus Familie an den Lago Puyehue gefahren und haben und dort Hütten mit Seeblick gemietet. Dann bin ich erstmal mit Pablo und den Seinen im nah gelegenen Thermalbad verschwunden (ein Becken heisses Wasser für 9 Euro, nix Karolus-Thermen!) während Seba, der nicht sooooo gerne nass wird, das nötige tote Tier fürs abendliche Grillen herbeigeschafft hat... Das war mal Entspannung, erst im heissen Wasser tummeln, und dann auf der Veranda mit Blick auf den See in einer alten Schubkarre Fleisch brutzeln. Noch dazu einen Pisco Sour und ein Bierchen und Santiago ist vergessen. Am nächsten Morgen haben wir dann mit den Kiddies Mariana, 11 Jahre und Alvaro, 7 Jahre (Hilfe, sie nennen mich Tante!!!) das Gelände erkundet und ein paar Prachtexemplare von Fliegenpilzen gefunden. Nach einem letzten Trip in den Wald mussten wir leider am Dienstag abend wieder rein in den Bus und ab nach Santiago, wo wir dann um 7:30 morgens angekommen sind...und um 9 Uhr auf der Arbeit waren (gähn!). Aber es hat sich gelohnt.
PS: Sorry, ich habe wirklich keine Ahnung, warum die Schrift manchmal schön und manchmal eng erscheint...habe alles versucht und gehe jetzt schlafen. Falls jemand einen HTML-Code für 1,5-fachen Zeilenabstand oder sonst eine Lösung kennt, bitte melden.
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