Nach dem Essen ging es los mit dem Bus nach Valparaiso (wir waren in Quilpue, das ist so wie Aachen und Wuerselen). Wir waren stolze Besitzer von Eintrittskarten fuer eine Party auf einer alten Mole, mit Live-Musik und frei trinken. Wir hatten lange ueberlegt, ob wir das Geld fuer diese Fete auf den Tisch legen, aber schliesslich sollte das neue Jahr ja gut anfangen. Also voller Erwartungen in den Bus und dort die Party gestartet. Irgendwer von den anderen Passagieren hatte Luftballons dabei, wir hatten Sektflaschen und dann stieg noch jemand mit Gitarre ein und fing an zu singen. Perfekt. In Valparaiso angekommen konnte ich meinen Augen nicht trauen, wie viele tausend Leute da mit Kind, Kegel und Luftschlangen um den Hals an den Uferpromenaden standen und auf 0 Uhr warteten. Das Feuerwerk von Valparaiso ist angeblich unter den fuenf groessten Silvesterfeuerwerken der Welt. Die Sache ist die, dass es hier seit einigen Jahren verboten ist, privat Feuerwerk zu machen, weil es immer so viele Unfaelle gab. Dafuer machen die Staedte offizielles Feuerwerk. Hier an der Kueste sind mehrere Staedte, wie z.B. Valparaiso und Viña del Mar zusammengewachsen und sie liegen in einem U, so dass man an acht stellen entlang der Kueste gleichzeitig Feuerwerk sehen kann.
Wir sind also stolz wie Oskar auf die Mole gestroemt um dann festzustellen dass das mit dem frei trinken nicht so der Renner war, weil es die Haelfte von dem, was wir bestellen wollten nicht gab. Es gab eigentlich nur harte Sachen oder Mix. KEIN BIER!!! Naja, davon haben wir uns nciht die Laune verderben lassen und iuns nach vorne an den Rand der Mole durchgeboxt, so dass wir kurz vor zwoelf ca. 10 Meter ueber und150 Meter im Pazifik standen. Und ich muss sagen: Das Feuerwerk von Valparaiso ist wirklich unglaublich toll!!! Leider stand ich nicht ganz vorne, so dass ich nicht die entlang der Kueste sehen konnte, sondern nur das von Valparaiso. Auf den Schultern von Seba konnte ich dann doch mal einen Blick darauf werfen...Wahnsinn!!!
Der Rest der Party war leider nicht so der Wahnsinn, denn abgesehen davon, dass es saukalt war (dafuer kann keiner was) war die Mole viel zu voll, die Bar schlecht und die Musik so schlecht ausgesteuert, dass man die Band, die wirklich supergut war (Cumbia-Musik, also eine Band mit 10-15 Leuten: ein Saenger, Blaeser, Bongos und Klanghoelzer; zum Merengue tanzen) kaum hoeren konnte. Alles in allem haben wir beschlossen naechstes Jahr an einem weniger schicken Ort, dafuer mit ausgewahlten Leuten und fuer den halben Preis mit doppelt so viel Stimmung zu feiern.
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